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Anwälte_Zürich
Wer erbt - Erbfolge
Testament
Erbvertrag

Testament

Ein Testament dient dazu, die finanziellen und persönlichen Verhältnisse für den Todesfall zu regeln.

 

Ein Erblasser kann das Testament, wenn er das Alter von 18 Jahren erreicht hat und urteilsfähig ist, entweder mit öffentlicher Beurkundung oder eigenhändig errichten. Bei der öffentlichen Beurkundung haben 2 Zeugen mitzuwirken. Der anwesende Notar muss dann bestätigen, dass das Testament vom Erblasser stammt. Zumindest ist dem Erblasser die Urkunde vorzulesen und von ihm zu bestätigen, wenn er sie nicht selbst liest und unterschreibt. Errichtet der Erblasser sein Testament eigenhändig, so ist dieses von Erblasser handschriftlich zu schreiben und zu unterschreiben, sowie mit der Datumsangabe zu versehen (Art. 505 ZGB). Der Erblasser kann seine letztwillige Verfügung jederzeit in der Form der Errichtung ganz oder teilweise widerrufen (Art. 509 ZGB). Die Verfügung wird auch durch Vernichtung (Art. 510 ZGB) oder eine spätere Verfügung (Art. 511 ZGB), soweit diese die erste nicht nur ergänzt, beseitigt.

 

 

Beispiel eines eigenhändigen Testaments

Folgendes Beispiel kann als Testament eines verwitweten Mannes mit Kindern und Lebenspartnerin verwendet werden:

 

DAS FOLGENDE IST HANDSCHRIFTLICH AUFZUSCHREIBEN:

 

Zürich, den .... [DATUM]

 

Eigenhändige letztwillige Verfügung

 

Ich, ........, geboren am ............., von ............., wohnhaft ............, verfüge hiermit als meinen letzten Willen:

 

1.        Alle meine bisherigen Testamente und letztwilligen Verfügungen werden vollständig widerrufen.

2.        Meine gesetzlichen Erben – die Kinder ........., .... [WEITERE KINDER] – sollen den Pflichtteil, zu gleichen Teilen, erhalten.

3.        Den verfügbaren Teil – ein Viertel meines Nettovermögens – soll meine Lebenspartnerin Frau ........, geboren ............, wohnhaft ................., zur Nutzniessung erhalten. Frau ......... ist zum vollen Genuss des Viertels (des „Nutzniessungsguts“) berechtigt. Bei meinem Ableben soll ein Inventar über das Nutzniessungsgut erstellt werden.

Frau .............kann sämtliche Zinsen, Dividenden, Ertrag und Früchte aus dem Nutzniessungsgut zu Eigentum behalten. Sie kann weiter das Nutzniessungsgut für sich selber verzehren und verbrauchen. Es sollen keine Ersatzansprüche wegen Wertverminderung, Untergang, Veränderung des Nutzniessungsguts entstehen. Nach Ableben von Frau ...... soll das übrig gebliebene Nutzniessungsgut zu gleichen Teilen an meine Kinder als gesetzlichen Erben zu unbelastetem Eigentum gehen.

Und weiter soll Frau .............. den mir gehörenden Hausrat als Vorerbin zu Alleineigentum erhalten. Bei ihrem Ableben soll der Hausrat auf meine Kinder zu gleichen Teilen übergehen.

4.        Als Teilungsbestimmung lege ich fest:

-          Mein Sohn ............ ist berechtigt, meine Aktien an der ......... AG zu übernehmen.

-          ....

Ich bestätige, dass dies mein letzter Wille ist und ich im Besitz meiner geistigen Kräfte bin.

 

Zürich, den .... [DATUM]

 

[EIGENHÄNDIGE UNTERSCHRIFT]

 

 

 

 

Alle Angaben

     

Roger Groner, Dr. iur., LL.M., Rechtsanwalt

www.gronerlaw.ch